OMV Petrom und WABAG feiern die Fertigstellung der neuen Wasseraufbereitungsanlage für das Ölfeld Suplacu in Rumänien

WABAG  Water Services SRL, Rumänien, eine Tochtergesellschaft der VA TECH WABAG GmbH in Wien, hat für den größten Öl- und Gaskonzern des Landes eine neue und innovative Anlage für die umweltfreundliche Aufbereitung des bei der Ölproduktion anfallenden Begleitwassers (produced water) gebaut. Umgesetzt wurde ein maßgeschneidertes Verfahrensdesign, welches hier erstmals eine biologische  Aufbereitung mit Filtrationsverfahren für diese Anwendung kombiniert. Im Juli 2017 ist die Anlage mit einem großen Fest offiziell eröffnet worden.

Das Ölfeld des österreichisch-rumänischen OMV Petrom Konzerns ist mit einer Leistung von bis zu 1.000 t/Tag das größte in Rumänien. Es wird aber nicht nur Öl zutage gefördert – jedes Barrel wird von der sechs-bis achtfachen Menge an Wasser begleitet. Dieses Begleitwasser (produced water) ist ölhaltig, enthält u.a. signifikante Restmengen an Kohlenwasserstoff-Verbindungen und muss daher einer entsprechenden Behandlung unterzogen werden.

Der Umwelt verpflichtet

Der internationale OMV-Konzern mit Sitz in Wien lebt einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und setzt eine Reihe von wichtigen Maßnahmen für den Umweltschutz. Für das Ölfeld Suplacu hat das Unternehmen einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den Bau einer modernen Wasseraufbereitungs- anlage investiert.

Innovativ: eine maßgeschneiderte Anlage mit neuem Prozessdesign

Die Expert-/Innen der WABAG haben für dieses Projekt ein innovatives, mehrstufiges Aufbereitungssystem konzipiert – und damit den Stand der Technik neu definiert. Zum ersten Mal wird hier für die Behandlung von produced water ein biologischer Prozess eingesetzt; bisher beschränkten sich die Technologieanbieter auf herkömmliche chemisch/physikalische Verfahrensstufen.

Der Realisierung des neuen Prozess-Designs in der Großanlage mit einer Kapazität von 8.000 m3/Tag gingen Pilotversuche auf dem Ölfeld über mehrere Monate voraus. Die Ergebnisse aller Testreihen zeigten, dass die vorgegebenen Parameter mühelos erreicht werden können.

Die gesamte Aufbereitungsanlage besteht aus mehreren Komponenten und Reinigungsstufen: Speicher- und Ausgleichsbehälter, eine Entspannungsflotation (Dissolved-Air-Flotation (DAF)), ein Kühlturm reduziert die Temperatur von 55°C  auf 35 °C, die biologische Behandlung basierend auf dem Belebtschlamm-verfahren, Lamellenklärer, Zweischichtfiltration mit Flockung, eine Aktivkohlefiltration sowie Zentrifugen für die Schlammentwässerung. Inkludiert sind zudem eine Servicewasserstation und ein Feuerlöschsystem.

Alles aus einer Hand.

Als Generalunternehmer zeichnete WABAG für Planung, Bau, Design & Engineering, Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung des Projektes verantwortlich. Die Inbetriebnahme startete Anfang 2017 und wurde mit dem erfolgreichen Probebetrieb im Frühjahr abgeschlossen. Alle Limits der verschärften Bedingungen für die Direkteinleitung werden mühelos erreicht.

Für das Unternehmen repräsentiert das Projekt eine wichtige Referenz in der Öl- und Gas-Industrie im Segment der Ölförderung. Seit rund zehn Jahren ist WABAG ein verlässlicher Partner der OMV Petrom SA. Gemeinsam wurden schon Projekte zur Modernisierung der Raffineriekläranlage in PetroBrazi erfolgreich umgesetzt, für die WABAG zugleich auch die Betriebsführung seit 2008 übernommen hat.

„Wir haben in Rumänien umfangreiche Kompetenzen für industrielle Anwendungen vor allem im Öl- und Gas-Bereich, aufgebaut und sind speziell stolz auf den erfolgreichen Abschluss des ambitionierten Suplacu-Projektes. Diese wichtige Referenz wird uns helfen, unser Know-how und unsere Erfahrungen auf andere Märkte und Regionen zu übertragen. Gerade im Up-stream-Bereich sehen wir großes Marktpotential“ sagt Erwin Mötz, CEO der WABAG Water Services SRL, Rumänien  anlässlich der Anlageneröffnung.